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Schwestern
der
Heimsuchung Mariä
- „Salesianerinnen“
-
gegründet
1610 von
Johanna Franziska von Chantal und Franz von Sales in Frankreich
Das Leitwort: „Heimsuchung ist Begegnung“
„Wir Schwestern von
der Heimsuchung Mariä
leben eine Spiritualität der Begegnung,
die in der biblischen Begegnung
von Maria und Elisabet (Lk 1,39-56) wurzelt.
Wir möchten Antwort geben auf die Beziehungslosigkeit, Sprachlosigkeit
und Einsamkeit unserer Zeit.
Wir leben dies vor allem aus der Begegnung mit Gott,
unserer Mitte und
Quelle.
Wir leben dies in der Begegnung mit Mitschwestern, Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, Mitmenschen, Kirche und Welt nach dem Vorbild unserer Gründer
Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal.“

Die
Geschichte
Der „Orden von der
Heimsuchung Mariä“ – nur im deutschen Sprachraum werden sie „Salesianerinnen“
genannt –, nahm seinen
Ursprung in Frankreich. Im Jahre 1610 gründete der hl. Franz von Sales, Bischof von Genf, zusammen mit der hl. Johanna Franziska von Chantal
das erste Heimsuchungskloster; es entstand in Annecy, einer kleinen Stadt
in Hochsavoyen.
Mit dem Namen „Unserer lieben Frau von der Heimsuchung“, den die
beiden Heiligen für ihre Gründung gewählt hatten, drückt sich ein Programm
aus: Die Schwestern sollten den Armen, Kranken und Bedürftigen beistehen, sie in
ihren Wohnungen aufsuchen und ihre leibliche und seelische Not lindern
helfen. In die Sprache unserer Tage übersetzt, planten die beiden also
nichts anderes, als das apostolische Wirken der Frau in der Welt zu fördern
– ein durchaus „modernes“ Anliegen. Die Kraft für ihre schwere
Aufgabe sollten die Schwestern aus einer innigen Gottverbundenheit schöpfen.
So legten Johanna Franziska von Chantal und Franz von Sales größten Wert auf ein tief innerliches
kontemplatives Leben und betrachteten dies keineswegs als Hindernis für
äußere Werke der Liebe. Im Gegenteil, Gottesliebe sollte in Werken der
Liebe zum Nächsten ausstrahlen.
Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal waren ihrer Zeit jedoch weit voraus. Ihre ursprünglichen Pläne einer Ordensgemeinschaft, die sich
sowohl apostolisch als auch kontemplativ engagiert, wie dies heute
vielfach der Fall ist, wurden durchkreuzt.
Als im Jahre 1615 in Lyon das zweite Heimsuchungskloster gegründet wurde,
erhob der dortige Erzbischof Einspruch, weil die „neuen Schwestern“
sich auf den Straßen zeigten und in fremde Häuser gingen. Man kannte
damals eben nur Nonnen, die in völliger Weltabgeschiedenheit hinter den
Klostermauern lebten. Die beiden Gründer sahen sich gezwungen, ihre
Kongregation in einen kontemplativen Orden mit päpstlicher Klausur und feierlichen Gelübden
umzuwandeln. Die Heiligen sahen darin allerdings nicht eine kirchenrechtliche Schikane, der sie sich beugen sollten, sondern den
Ausdruck des Willens Gottes, dem sie gerne folgen wollten.
1618 erteilte Papst Paul V. dem Orden in dieser Form des klassischen
kontemplativen Klosters seine päpstliche Anerkennung.

Ausbreitung
Der Orden der
Heimsuchungsschwestern breitete sich sehr rasch aus. Bis zum Tod des hl.
Franz von Sales 1622 existierten bereits 13 Klöster. 1641, beim Tod der
Gründerin Johanna Franziska von Chantal, waren es bereits 87 Klöster.
Heute ist der Orden in der ganzen Welt verbreitet. 1667 wurde das erste
deutsche Heimsuchungskloster in München gegründet.

Weitere
Informationen über die einzelnen Heimsuchungsklöster in der Welt
und Kontaktadressen finden Sie unter folgenden Links:
Deutschland:
Österreich:
International:
Ehemalige
Klöster der Heimsuchung:

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