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Selige
Gabriela und ihre Gefährtinnen -
Die sieben Märtyrerinnen von Madrid
Gedenktag:
18. März
Weil
sie Ordensfrauen waren und zu ihrer Berufung standen, mussten sie sterben.
Am 10. Mai 1998 wurden sie seliggesprochen: die sieben Schwestern Maria
Gabriela, Teresa Maria, Maria Engracia, Maria Ines, Josefa Maria, Maria
Angela und Maria Cecilia, die im Jahr 1936 in den Wirren des
spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) erschossen wurden. Sie gehörten dem
Orden der Heimsuchung Mariens (Salesianerinnen) im Kloster in Madrid an.
Hier waren sie hautnah mit dem Kirchenkampf im Spanien der dreißiger
Jahre konfrontiert. Im Jahr 1930 wurde die Monarchie, die zwar der Kirche
wohlgesonnen war, jedoch die Probleme der Landbevölkerung und der
aufkeimenden Industriegesellschaft nicht in den Griff bekommen hatte,
von den Republikanern abgelöst. Die freilich zeigten wenig Sympathien für
die Kirche. Nach friedvollen Jahren begann für die Katholiken in Spanien
eine schwere Zeit: Klöster wurden angezündet, der Bischof von Toledo
musste in die Verbannung gehen und das gesamte Kirchengut wurde
eingezogen.
Auch die Salesianerinnen waren von diesen antikirchlichen Maßnahmen
betroffen. Das Heimsuchungskloster in der spanischen Hauptstadt war kein
sicherer Ort mehr, und deshalb mussten die Ordensfrauen sich aufs Land zurückziehen.
Zwar kehrten sie bald zurück, als sich die Situation im Land entspannte.
Im Zug des spanischen Bürgerkriegs verschärfte sich allerdings die Lage
der spanischen Kirche erneut, und abermals mussten die Ordensfrauen
fliehen.
Die
sieben Märtyrerinnen blieben zum Schutz des Klosters in Madrid, nachdem
ihre Mitschwestern die Kommunität verlassen hatten, um an sichereren
Orten Zuflucht zu finden. Als im Juli 1936 die Lage für Ordensleute in
der spanischen Hauptstadt immer bedrohlicher wurde, versteckten sich die
Schwestern in einer Wohnung in der Stadt. Sie wussten wohl, dass sie an
diesem Ort keineswegs sicher waren, aber sie waren bereit, den Tod auf
sich zu nehmen, wenn er denn für sie bestimmt war. Auch wollten sie,
egal, was geschieht, in Gemeinschaft beisammen bleiben. So lehnte
beispielsweise Schwester Maria Angela es ab, bei ihrem Neffen Zuflucht zu
nehmen, als der sie dazu drängte. „Mein Platz ist bei meinen
Schwestern, und dann wird sich Gottes Willen erfüllen“, waren ihre
Worte.
Kurze Zeit später wurden die Schwestern von zwei Frauen angezeigt,
nachdem sie diese in ihrem Versteck beten hörten,
und am 18. November 1936 nahm sie die Miliz fest.
Nur wenige Stunden später fallen sechs von ihnen im Kugelhagel des
Erschießungskommandos. Schwester Maria Cecilia flieht instinktiv, doch
liefert sie sich noch in derselben Nacht der Miliz aus. Sie hätte es
nicht ertragen können, ihre getöteten Mitschwestern im Stich zu lassen.
In der Nacht vom 22. auf den 23. November erleidet auch sie den Märtyrertod.
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