Zurück

  Internationale Kommission 
für salesianische Studien

Bildergalerie

Hl. Margareta Maria Alacoque
(1647-1690)

Schwester der Heimsuchung Mariens, Mystikerin,
Wegbereiterin der Herz Jesu Verehrung
Gedenktag: 16. OktoberMargareta Maria Alacoque (Gemälde in Bangalore, Indien, von Michael McGrath)

Margareta Maria, Tochter eines Richters, wurde mit acht Jahren Halbwaise als ihr Vater starb, und kam ins Internat zu Klarissinnen. Mit zehn Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie im Alter von 14 Jahren auf wunderbare Weise geheilt wurde. Schon als Kind liebte sie das Gebet, die Stille und die Einsamkeit. Sie tat Bußwerke und züchtigte sich selbst; immer mehr bildeten sich mystische Züge heraus; sie begann "Stimmen zu hören" und "Visionen zu sehen". In einer solchen "Privatoffenbarung" empfing sie die Berufung zum Ordensleben. Gegen den Widerstand der Familie konnte sie 1671 in das Kloster der Heimsuchung in Paray-le-Monial eintreten.

Margareta Maria Alacoque (Portrait im Kloster der Heimsuchung Dietramszell)Margareta Marias mystische Erfahrungen hielten an, kritisch beäugt von den Ordensvorgesetzten und strengen Prüfungen unterworfen. Ihre Verbindung zu Jesus wurde immer intensiver, fast ständig sah sie ihn bei sich, dabei erlebte und erfühlte sie "die Leiden des Herzens Jesu". In einer dieser Visionen sah sie 1675 das "von Liebe entflammte Herz Jesu" brennen; dabei wurde sie dazu bestimmt, sich für die Verbreitung eines "Herz-Jesu-Festes" einzusetzen. Sie selbst weihte sich und ihr Leben nun dem Herz-Jesu und der Verbreitung dieser Frömmigkeit. Obwohl man seitens ihrer Mitschwestern und Vorgesetzten ihre mystischen Fähigkeiten kritisch und skeptisch betrachete, hatte sie doch auch immer wieder das Glück, Menschen als Seelenführer und Vorgesetzte zu finden, die sie verstanden und die ihr bei der Verbreitung der Herz-Jesu-Frömmigkeit halfen, am wichtigsten der Obere der Jesuiten von Paray-le-Monial, Claude de la Colombière.

Margareta Maria Alacoque (Potrait in der Spitalkirche in Eferding, Österreich)Erst Jahre nach Margareta Marias Tod wurde in Besançon das erste Herz Jesu Fest begangen, Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Fest von Papst Pius IX. für die ganze katholische Kirche eingeführt, es wird am Freitag acht Tage nach Fronleichnam gefeiert.

1864    Seligsprechung

1920    Heiligsprechung

Literaturhinweise:
Hildegard Waach, Margareta Maria Alacoque. Botin des Herzens Jesu, Eichstätt (Franz-Sales-Verlag) 1992

Zurück