|
Hl.
Margareta Maria Alacoque
(1647-1690)
Schwester
der Heimsuchung Mariens, Mystikerin,
Wegbereiterin der Herz Jesu Verehrung
Gedenktag: 16.
Oktober
Margareta
Maria, Tochter eines Richters, wurde mit acht Jahren Halbwaise als ihr
Vater starb, und kam ins Internat zu Klarissinnen. Mit zehn Jahren
erkrankte sie an Kinderlähmung, von der sie im Alter von 14 Jahren auf
wunderbare Weise geheilt wurde. Schon als Kind liebte sie das Gebet, die
Stille und die Einsamkeit. Sie tat Bußwerke und züchtigte sich selbst;
immer mehr bildeten sich mystische Züge heraus; sie begann "Stimmen
zu hören" und "Visionen zu sehen". In einer solchen
"Privatoffenbarung" empfing sie die Berufung zum Ordensleben.
Gegen den Widerstand der Familie konnte sie 1671 in das Kloster der
Heimsuchung in Paray-le-Monial eintreten.
Margareta
Marias mystische Erfahrungen hielten an, kritisch beäugt von den
Ordensvorgesetzten und strengen Prüfungen unterworfen. Ihre Verbindung zu
Jesus wurde immer intensiver, fast ständig sah sie ihn bei sich, dabei
erlebte und erfühlte sie "die Leiden des Herzens Jesu". In
einer dieser Visionen sah sie 1675 das "von Liebe entflammte Herz
Jesu" brennen; dabei wurde sie dazu bestimmt, sich für die
Verbreitung eines "Herz-Jesu-Festes" einzusetzen. Sie selbst
weihte sich und ihr Leben nun dem Herz-Jesu und der Verbreitung dieser Frömmigkeit.
Obwohl man seitens ihrer Mitschwestern und Vorgesetzten ihre mystischen Fähigkeiten
kritisch und skeptisch betrachete, hatte sie doch auch immer wieder das Glück,
Menschen als Seelenführer und Vorgesetzte zu finden, die sie verstanden
und die ihr bei der Verbreitung der Herz-Jesu-Frömmigkeit halfen, am
wichtigsten der Obere der Jesuiten von Paray-le-Monial, Claude de la
Colombière.
Erst
Jahre nach Margareta Marias Tod wurde in Besançon das erste Herz Jesu
Fest begangen, Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Fest von Papst Pius
IX. für die ganze katholische Kirche eingeführt, es wird am Freitag acht
Tage nach Fronleichnam gefeiert.
1864
Seligsprechung
1920
Heiligsprechung
Literaturhinweise:
Hildegard Waach, Margareta Maria Alacoque. Botin des Herzens Jesu, Eichstätt (Franz-Sales-Verlag)
1992

|